Alltag, kill me now!

„Es ist großartig! Gestern haben wir den ersten Auftrag aufgrund meines Angebots bekommen. Das hat mich so gefreut, dass ich den Abschluss gleich mit meiner Frau gefeiert habe. Und dann habe ich mich voller Elan an den nächsten Auftrag gemacht.“

Mein Freund steht mit strahlenden Augen vor mir, schäumt beinahe über vor Energie. Erst kürzlich hatte er einen neuen Bereich in seinem Unternehmen übernommen und war ganz aus dem Häuschen, als er seinen ersten Erfolg verbuchen konnte.

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Der Grund, warum Sie in Wahrheit keinen Stress haben

Sie haben keinen Stress? Na gut, kein Problem, das haben wir gleich: Stellen Sie sich vor, Sie sind mit dem Auto auf dem Weg zu einem wichtigen Termin. Sie sind spät dran und vor Ihnen tuckert auf der Landstraße ein Traktor. Sie sind Teil einer langen Kolonne, die der Landwirt seelenruhig hinter sich herschleppt, Sie können nicht überholen. Sie schauen auf die Uhr. Tick tack.

Na, können Sie ihn erahnen, den Stress?

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Mein Stress, meine Entspannung: So geben Sie Ihr „Zuviel“ ab

»Hey, kommst du noch mit auf ein Bier?«

»Boah, ich würde ja gern. Aber du siehst ja, dass ich hier unter Papierbergen versinke …«

So what, denke ich mir da. Stress ist hausgemacht. Und wer abends nicht mal die halbe Stunde für einen Schnack mit den Kollegen hat, hat sich das vermutlich selbst eingebrockt. Das Gute daran: Sie kommen auch selbst wieder aus der Situation raus. “Mein Stress, meine Entspannung: So geben Sie Ihr „Zuviel“ ab” weiterlesen

Der Job: Energiequelle des Alltags

Der Aufstieg ist getan. Die Spitze erreicht, zur Geschäftsleitung aufgestiegen, zum Vorstand ernannt, Parterstatus geschafft.

Was auch immer es in Ihrem Fall ist oder war, jetzt stehen Sie ganz oben. Die Karriereleiter kennen Sie fortan nur noch aus einer Richtung: von der obersten Sprosse herunterblickend. Was für eine Aussicht!
Bis … ja, bis Sie erst mal ein paar Jahre da oben waren. “Der Job: Energiequelle des Alltags” weiterlesen

Wie Sie weniger müssen müssen

»Hab’ heute keine Zeit, bin voll im Stress«, sagt sie und ihre Geste mit Daumen am Ohr und kleinem Finger am Mund deutet das Versprechen an, dass sie mich anrufen wird. Ich winke ab und grinse in mich hinein. Das Spielchen treiben wir schon zwei Jahre so.

Das Problem mit der Unverbindlichkeit

Das ist leider nur ein Beispiel für gewisse Standardlügen, die Sie mit Sicherheit auch schon angewendet haben, um ein Bild von Nettigkeit aufrechtzuerhalten – oder über die Sie sich als Empfänger geärgert haben:

»Ich melde mich« können Sie zum Beispiel komplettieren mit: » … aber warte nicht drauf.«

»Das kriegen wir schon hin« bedeutet eigentlich: «DU wirst das schon hinkriegen.«

Und mit »Ist nicht vergessen« sagt Ihnen Ihr Gesprächspartner: »Sobald wir aufgelegt haben, werde ich nicht mehr dran denken.«

Ja, gesagt wird viel, aber die Bedeutung ist häufig eine andere. Nur: Anders, als Sie jetzt denken mögen, will ich das niemandem ankreiden – es ist nämlich keine böse Absicht. “Wie Sie weniger müssen müssen” weiterlesen

Wie Sie dem Termindruck entkommen

Was ist der größte Aberglaube unserer Zeit? Wenn ich den Termin nicht schaffe, ist alles aus.

»Ich komme zu spät – der Deal ist geplatzt!«
»Das Produkt ist nicht fertig – den Kunden verlieren wir!«
»Das Projekt wurde verschleppt – wir scheitern!«

So auch mein Bekannter, den ich zu einem Kaffee traf. Mit bleichem Gesicht und angespannter Miene sagte er mir: „Ich bin übel im Stress. Mir hängt ein wichtiger Termin im Nacken. Wenn bis dahin die Präsentation nicht fertig ist, kann ich den Kunden für immer vergessen.“

Das ist theatralisch, totale Resignation, ganz großes Drama!

Mehr Termine als Zeit

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Das Leben ist kein Rummelplatz

Es ist Stadtfest. Sie stehen an der Losbude, der Hauptgewinn prangt über Ihnen. Sie gehen zum Losverkäufer, ziehen voller Spannung fünf Lose aus der Box: und fünfmal steht darauf geschrieben »Leider kein Gewinn«. Nicht einmal ein Trostpreis. Da hätten sie auch gleich schreiben können: »Leider verloren«.

Das ist nun ein recht banales Beispiel, das Sie vermutlich auch nicht so hart trifft. Aber das Leben fährt ständig mit Verlusten auf — mit kleinen wie großen. Sie können ein Spiel verlieren, oder einen Menschen, oder einen Kunden, oder Ihren Job, oder Ihr Geld, Ihr Haus, Ihr Hab und Gut.

Der Verlust geht tief

Solche Verluste tun weh. Das Leben ist eben kein Rummelplatz, bei dem das verlorene Spiel an der nächsten Bude schon wieder vergessen ist. Verluste im wahren Leben gehen tiefer — weit über den vordergründigen Verlust hinaus.

Verlieren Sie beispielsweise einen Geschäftspartner, weil er Sie hintergangen hat, kommt Ihnen damit nicht nur die Person abhanden, sondern möglicherweise auch Ihr Vertrauen in zukünftige Geschäftspartner, Kunden und — im schlimmsten Fall — Menschen im Allgemeinen. Verlieren Sie das Tennismatch, rutschen Sie nicht nur vom ersten Tabellenplatz ab, sondern — je nach Persönlichkeit — knackst das auch einen Teil Ihres Egos und Ihres Selbstvertrauens an. Und lassen Sie sich zum dritten Mal scheiden, fehlt Ihnen nicht nur der Ehepartner, sondern wahrscheinlich machen sich auch Ihre Familienwerte langsam vom Acker.

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Vorsicht Explosionsgefahr!

»SEID IHR EIGENTLICH ALLE ZU BLÖD? Das könnt ihr so doch nicht machen! Hat niemand hier eine originelle Idee? Müller, bring mir den Bericht! So geht das hier nicht weiter!«

Müller bringt kleinlaut die Mappe ins Büro des Chefs und zieht sich dann unbemerkt wieder zurück. Schubert verschwindet schnell in Richtung Toilette und kommt erst eine halbe Stunde später wieder. Und Kochmann rollt die Augen und denkt bei sich: »Könnte den mal jemand unter eine kalte Dusche stellen?«

Vorsicht vor Cholerikern

Ja, diese Choleriker kennt vermutlich jeder. Erst ist er leise, brütet vor sich hin, dann können Sie die Ader an seinem Hals pochen sehen und der Kopf nimmt die Farbe einer überreifen Tomate an. Und während Sie sich noch fragen, ob es nicht ein Ventil gibt, das Sie ihm einbauen könnten, explodiert er schon.

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Das Dilemma der Menschheit

Ach ja, die selbsternannten Adrenalin-Junkies – die sich an Gummibändern in die Tiefe stürzen, mit einem Stück Stoff am Rücken aus Flugzeugen springen, abseits der Pisten durch menschenhohen Tiefschnee fahren und ungesichert Berge erklimmen. Die glauben, unter Adrenalin wären sie die großen Helden, kampfbereit, voller Energie und unbesiegbar. Das Leben funktioniert aber anders. “Das Dilemma der Menschheit” weiterlesen