Mein Blog

Mein Stress, meine Entspannung: So geben Sie Ihr „Zuviel“ ab

»Hey, kommst du noch mit auf ein Bier?«

»Boah, ich würde ja gern. Aber du siehst ja, dass ich hier unter Papierbergen versinke …«

So what, denke ich mir da. Stress ist hausgemacht. Und wer abends nicht mal die halbe Stunde für einen Schnack mit den Kollegen hat, hat sich das vermutlich selbst eingebrockt. Das Gute daran: Sie kommen auch selbst wieder aus der Situation raus. “Mein Stress, meine Entspannung: So geben Sie Ihr „Zuviel“ ab” weiterlesen

Burnout: Unvermeidbare Krankheit oder faule Ausrede?

Ich habe einen Vorschlag für Sie. Fragen Sie sich einmal: »Was möchte ich im Leben?« Nicht erst morgen oder irgendwann. Gleich jetzt!

Diese Frage stellen sich die meisten nämlich höchstens dann, wenn sie schon so richtig in der Scheiße stecken. “Burnout: Unvermeidbare Krankheit oder faule Ausrede?” weiterlesen

Für im Alltag Gefangene: Wie Sie dem täglichen Murmeltier entkommen

Denken Sie einmal an Ihren ersten Job zurück. Die Aufregung am ersten Tag, die Freude über jeden Erfolg und jedes erreichte Ziel. Jeder Tag war der Hammer, jeden Tag gab es etwas Neues und überhaupt sind Sie pausenlos mit stolz geschwellter Brust und bester Laune umhergelaufen. “Für im Alltag Gefangene: Wie Sie dem täglichen Murmeltier entkommen” weiterlesen

Sorgen? Ohne mich!

»Du musst einfach positiv denken.«

»Ich probiere es ja.«

Oh, wenn ich so etwas höre, steigt mir beinahe Dampf aus den Ohren. Welch ein absoluter Blödsinn!

Schon allein durch die Formulierung »Du MUSST« ist das Positive schon gestorben. Müssen tut niemand etwas. Und der andere hat nicht verstanden, dass probieren nicht geht. Entweder er denkt positiv, oder er tut es nicht. Da gibt es nichts zu probieren. Punkt. “Sorgen? Ohne mich!” weiterlesen

Der Job: Energiequelle des Alltags

Der Aufstieg ist getan. Die Spitze erreicht, zur Geschäftsleitung aufgestiegen, zum Vorstand ernannt, Parterstatus geschafft.

Was auch immer es in Ihrem Fall ist oder war, jetzt stehen Sie ganz oben. Die Karriereleiter kennen Sie fortan nur noch aus einer Richtung: von der obersten Sprosse herunterblickend. Was für eine Aussicht!
Bis … ja, bis Sie erst mal ein paar Jahre da oben waren. “Der Job: Energiequelle des Alltags” weiterlesen

Wie Sie weniger müssen müssen

»Hab’ heute keine Zeit, bin voll im Stress«, sagt sie und ihre Geste mit Daumen am Ohr und kleinem Finger am Mund deutet das Versprechen an, dass sie mich anrufen wird. Ich winke ab und grinse in mich hinein. Das Spielchen treiben wir schon zwei Jahre so.

Das Problem mit der Unverbindlichkeit

Das ist leider nur ein Beispiel für gewisse Standardlügen, die Sie mit Sicherheit auch schon angewendet haben, um ein Bild von Nettigkeit aufrechtzuerhalten – oder über die Sie sich als Empfänger geärgert haben:

»Ich melde mich« können Sie zum Beispiel komplettieren mit: » … aber warte nicht drauf.«

»Das kriegen wir schon hin« bedeutet eigentlich: «DU wirst das schon hinkriegen.«

Und mit »Ist nicht vergessen« sagt Ihnen Ihr Gesprächspartner: »Sobald wir aufgelegt haben, werde ich nicht mehr dran denken.«

Ja, gesagt wird viel, aber die Bedeutung ist häufig eine andere. Nur: Anders, als Sie jetzt denken mögen, will ich das niemandem ankreiden – es ist nämlich keine böse Absicht. “Wie Sie weniger müssen müssen” weiterlesen

Ich sehe was, was du nicht siehst

Mein ehemaliger Teilnehmer ist verzweifelt.

Nach dem Seminar bei mir ist er aufgeblüht. Er reist jetzt viel durch die Weltgeschichte, ist auf spannenden geschäftlichen Events unterwegs und kommt mit vielen einflussreichen Leuten zusammen. Ja, er ist aufgestiegen und genießt seine Karriere in vollen Zügen.

Das ist natürlich nicht sein Problem. Sein Problem ist seine Frau. Vielmehr hat seine Frau ein Problem: Sie hat erkannt, dass sie ein ganz anderes Lebenskonzept hat als er. Sie möchte lieber hilfsbedürftigen Menschen helfen, anstatt um die Welt zu jetten und ihre Abende in Abendkleid auf Galas oder Firmenveranstaltungen zu verbringen.

»Was soll ich nur machen? Das kriegen wir doch niemals zusammen.«
“Ich sehe was, was du nicht siehst” weiterlesen

Wie Sie dem Termindruck entkommen

Was ist der größte Aberglaube unserer Zeit? Wenn ich den Termin nicht schaffe, ist alles aus.

»Ich komme zu spät – der Deal ist geplatzt!«
»Das Produkt ist nicht fertig – den Kunden verlieren wir!«
»Das Projekt wurde verschleppt – wir scheitern!«

So auch mein Bekannter, den ich zu einem Kaffee traf. Mit bleichem Gesicht und angespannter Miene sagte er mir: „Ich bin übel im Stress. Mir hängt ein wichtiger Termin im Nacken. Wenn bis dahin die Präsentation nicht fertig ist, kann ich den Kunden für immer vergessen.“

Das ist theatralisch, totale Resignation, ganz großes Drama!

Mehr Termine als Zeit

“Wie Sie dem Termindruck entkommen” weiterlesen

Alles ist möglich!

»Jetzt sei doch mal realistisch! Steck dir deine Ziele nicht so hoch. Sonst bist du am Ende nur enttäuscht, wenn es nicht klappt.«

Den Rat haben Sie bestimmt auch schon mal gehört. Oder vielleicht sogar selbst zu jemandem gesagt. Und der Gedanke dahinter, jemanden vor einer Enttäuschung bewahren zu wollen, ist mit Sicherheit gut gemeint. Darum sagen Eltern sowas besonders gerne zu ihren Kindern, wenn die mal wieder mit spinnigen Ideen nach Hause kommen, was sie alles tun werden bzw. wollen. Da wird dann sofort mit der »Realistisch-Keule« ausgeholt.

Realistische Ziele sind nicht realistisch

Leider verankert sich die Denkweise, Ziele müssten niedrig angesetzt werden, um realistisch zu sein, so stark, dass sie bis ins Erwachsenenalter reicht — und sich dort sogar noch verschlimmert.

Seien Sie doch mal ehrlich: Wenn Sie sich Ziele setzen — wovon hängt es ab, wie groß das Ziel ist? Wie schnell Sie es erreichen möchten? Was andere dazu sagen? Ihre wirklichen Wünsche? Oder Ihre Annahmen und Gedanken über sich selbst, was Sie überhaupt schaffen können? Also davon, was Sie für realistisch halten? Dann bedenken Sie: »Realistische« Ziele sind nichts anderes als ein Auswurf Ihrer Gedanken, Gefühle und Annahmen — und die werden von Ihrem Umfeld geprägt. Letztlich haben »realistische« Ziele also nichts mit der Realität zu tun.

“Alles ist möglich!” weiterlesen

Das Leben ist kein Rummelplatz

Es ist Stadtfest. Sie stehen an der Losbude, der Hauptgewinn prangt über Ihnen. Sie gehen zum Losverkäufer, ziehen voller Spannung fünf Lose aus der Box: und fünfmal steht darauf geschrieben »Leider kein Gewinn«. Nicht einmal ein Trostpreis. Da hätten sie auch gleich schreiben können: »Leider verloren«.

Das ist nun ein recht banales Beispiel, das Sie vermutlich auch nicht so hart trifft. Aber das Leben fährt ständig mit Verlusten auf — mit kleinen wie großen. Sie können ein Spiel verlieren, oder einen Menschen, oder einen Kunden, oder Ihren Job, oder Ihr Geld, Ihr Haus, Ihr Hab und Gut.

Der Verlust geht tief

Solche Verluste tun weh. Das Leben ist eben kein Rummelplatz, bei dem das verlorene Spiel an der nächsten Bude schon wieder vergessen ist. Verluste im wahren Leben gehen tiefer — weit über den vordergründigen Verlust hinaus.

Verlieren Sie beispielsweise einen Geschäftspartner, weil er Sie hintergangen hat, kommt Ihnen damit nicht nur die Person abhanden, sondern möglicherweise auch Ihr Vertrauen in zukünftige Geschäftspartner, Kunden und — im schlimmsten Fall — Menschen im Allgemeinen. Verlieren Sie das Tennismatch, rutschen Sie nicht nur vom ersten Tabellenplatz ab, sondern — je nach Persönlichkeit — knackst das auch einen Teil Ihres Egos und Ihres Selbstvertrauens an. Und lassen Sie sich zum dritten Mal scheiden, fehlt Ihnen nicht nur der Ehepartner, sondern wahrscheinlich machen sich auch Ihre Familienwerte langsam vom Acker.

“Das Leben ist kein Rummelplatz” weiterlesen